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  • Apotheker Stefan Jacker
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Reiki
Wohltuende Energiebehandlung

Heilendes Chi fließt überall. Reiki-Meister können es angeblich mit den Händen auf Patienten übertragen


Über die Hände soll heilende Energie in den Körper fließen.

Beim Reiki arbeiten die Hände nicht in Bewegung wie bei einer Massage oder einer osteopathischen Behandlung, sondern liegen ruhig auf dem Körper des Patienten oder werden wenige Zentimeter darüber gehalten. Reiki bedeutet wörtlich übersetzt „universale Lebensenergie“ und ist eine manuell vermittelte Form der Energieübertragung.

Die Hände des Reiki-Meisters bewegen sich über dem Energiefeld (Aura) des Patienten oder liegen auf zwei der sieben Energiezentren (Chakren), um einen Ausgleich – zum Beispiel zwischen Kopf und Gefühl – herzustellen. Die Energie, die der Reiki- Therapeut nutzt, kommt nicht, wie häufig vermutet wird, aus ihm selbst. „Wir leben in der Energie, sie ist im Raum um uns herum. Ich bin nur ein Kanal für diese Energie. Ich gebe nichts von mir weiter und ich empfange auch nichts von den Patienten“, sagt Reiki- Meisterin Birgit Weller, eine der Kolleginnen im Team von Physiotherapeutin Karin Gerstung und Osteopathin Petra Gohl-Frohnmayer.

Reiki soll Körper, Geist und Seele auf einer energetischen Ebene harmonisieren und dadurch die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen. Es wirkt entspannend und baut Stress ab. Der Mensch soll dadurch wieder in seine innere Mitte finden. Patienten berichten bei einer Reiki-Behandlung von unterschiedlichen Empfindungen: Wärme, Kälte, Schmerz, einem Kribbeln oder Prickeln. „Manche spüren während der Behandlung gar nichts, fühlen sich aber hinterher sehr wohl“, sagt Weller.

Reiki wird als unterstützende Therapiemaßnahme angewandt, etwa bei Rückenschmerz-Patienten. Zur alleinigen Behandlung eignet es sich aber nicht, und es ersetzt auch keinen Arztbesuch. Manuelle Therapieformen, die ebenfalls auf Energieausgleich setzen, sind zum Beispiel Shiatsu und „Therapeutic Touch“.

 
„Ich arbeite entweder in der Aura eines Menschen, also etwa fünf Zentimeter vom Körper entfernt. Wenn ich eine ganze Stunde behandle, lasse ich aber auch die Hände auf dem Körper ruhen“, erklärt Reiki-Meisterin Birgit Weller ihre Arbeitsweise.

Ihre Patientin Helga Nowak (72) liegt ruhig auf der Behandlungsliege. Doch entspannt ist sie (noch) nicht. Im Gegenteil. Schmerzhafte Verspannungen plagen sie. „Hier oben fängt es an, am Nacken. Es geht die Schultern hinunter, bis in den Rücken. Und auch mein Bein und der Fuß tun mir weh.“

Seit einem Jahr kommt die ehemalige Apothekerin regelmäßig einmal pro Woche zum Reiki. Massagen und Krankengymnastik konnten ihre Beschwerden nicht wesentlich lindern. „Nach Reiki fühle ich mich aber wunderbar locker und leicht.“ Ihre Rückenschmerzen lösen sich durch die Energie, die aus Wellers Händen strömt, nicht in Luft auf, „aber sie sind erträglicher. Ich kann mich einfach wieder besser bewegen.“

Von einem Gefühl der Wohligkeit berichten viele von Wellers Patienten nach der Behandlung. Andere spüren durch die Energieübertragung, dass ihre Hände heiß oder kalt werden, oder auch ein Kribbeln oder Zucken auf der Haut. Studien, welche die Wirksamkeit von Reiki wissenschaftlich nachweisen, gibt es bislang nicht.